Vision Parade prüft Rechtsmittel gegen Absage

Nachdem die Bremer Baubehörde die Bremer Vision Parade, die am 2. September durch die Stadt ziehen sollte, abgesagt hat, überlegen die Veranstalter nun, Rechtsmittel gegen die Entscheidung einzulegen.

Die fünfte Ausgabe des Bremer Techno-Umzugs sollte eigentlich bereits am 29. Juli über die Bühne gehen, doch die Veranstalter um Kolja Beckmann hatten sich mit der Stadt auf den Ausweichtermin 2. September geeinigt, weil am Julitermin zeitgleich eine Badeinsel-Regatta stattfindet. Nun hat die Baubehörde ihre Absage für den neuen Termin damit begründet, dass es sehr wahrscheinlich sei, dass sich die Teilnehmer der Parade und die Besucher eines anderen Musikfests am 2. September begegnen würden und es zu "Störungen" kommen könnte. Das wiederum wäre dem Image Bremens abträglich.

Diese Begründung hält Beckmann für "äußerst vage". So betont er: "Ich halte dieses Vorgehen für unhaltbar und auch für einen Affront sowie eine Diskriminierung der Jugend und unserer Besucher - dieses a priori zu unterstellen. Die Erfahrung aus fünf Jahren Vision Parade zeigt ein genau gegenteiliges Verhalten der Besucher." Eine Klage gegen die Entscheidung erscheine nun notwendig, so Beckmann.

Ungeachtet der Streitigkeiten gehe der Vision Park Mega Rave im Bremer Pier2 am Abend der Parade aber auf jeden Fall über die Bühne. Hierfür haben die Veranstalter bereits Künstler wie Marc Arcadipane, Robert Natus, Arkus P und Blutonium Boy engagiert.

30.07.2006 - 16:44Uhr Sayon - Events

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